Herren 2 – Spielbericht vom 08.10.2016

TuS Löhnberg – USC Gießen 2 = 0:3 (26:28, 16:25, 17:25)

Das zweite Auswärtsspiel des USC Gießen 2.0 gegen Löhnberg stand unmittelbar bevor und sorgte sogleich für Verwirrung.

Die Anfahrt gestaltete sich komplizierter als im Vorhinein vermutet. Einer gemütlichen Kolonnenfahrt stand eine Vollsperrung der B49 entgegen, sowie eine Umleitung im Stadtzentrum Weilburg. Egal, irgendwie geschafft. Geschafft sahen auch die Spieler des USC 2.0 aus, denn ihre physische Konstitution war stark beeinträchtigt durch die vorabendliche Hochzeitsfeier eines guten USC Freundes. So kam es sehr gelegen, dass der USC das Schiedsgericht für das erste Spiel stellen musste und die meisten somit die Gelegenheit nutzen konnten sich ein wenig zu akklimatisieren.

Teilweise machte sich dadurch Lethargie breit, was im ersten Satz deutlich zu erkennen war. Die Spieler machten sich selbst das Leben schwer. Auffällig für den ersten Satz war vor allem die Unkonzentriertheit. Die Annahmen wurden nicht nüchtern genug verarbeitet, die Angriffe nicht konsequent, sowie druckvoll zu Ende gespielt und die Angaben gingen viel zu oft ins Netz. Ein offener Schlagabtausch war die Folge. Zwar konnte sich der USC zwischendurch ein kleines Polster an Punkten erarbeiten aber die genannten Gründe führten jedoch dazu, dass der erste Satz in die Verlängerung ging. Die großartige Moral des Teams, die gegenseitige Motivation und insbesondere der volle Einsatz Aller – keinen Ball verloren zu Wissen – war es zu verdanken, dass die Spieler letztendlich nach einem Hin und Her den ersten Satz mit 26:28 für sich entscheiden konnten.

Der Wille und der Teamgeist, welche sich bereits im Training zu erkennen gaben, zeigten sich dann deutlich im zweiten und dritten Satz. Die Jungs traten wie verwandelt auf den Platz. Nach einer überragenden Aufschlagserie setzte sich der Flow auch in der Annahme und im Angriff fort. Aus einer nun nüchternen Annahme heraus konnten die Angreifer die präzise gestellten Bälle druckvoll in die gegnerischen Abwehrlücken unterbringen. Zudem wurden die von der Trainerin geforderten „klugen“ Bälle erfolgreich in die Löcher hinter den gegnerischen Block gebracht. Der USC erarbeitete sich einen sehr komfortablen Vorsprung heraus, büßte am Ende jedoch ein wenig von der hohen Überlegenheit ein – letztendlich konnte der Satz auch mit Hilfe von Auswechslungen und der damit gewonnenen Flexibilität im Angriff souverän zu Ende gespielt werden (16:25).

Mit einem fetten Grinsen im Gesicht und breiter Brust ging es nun in den dritten Satz. Bis in die Haarspitzen motiviert und gepusht durch die Schlachtrufe, sah der Gegner kein Land mehr. Ebenso wie der zweite Satz konnte auch der Dritte souverän zu Ende gespielt werden und endete mit einem deutlichen Ergebnis von 17:25 für die Granaten des USC 2.0.

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